[rezension] Lieber heiß geküsst als kaltgestellt – Kristin Higgins

Kristan Higgins
Lieber heiß geküsst als kaltgestellt (Blue Heron, #5)

Originaltitel: Anything for you
Aus dem Engl. von Katja Henkel
384 Seiten
€(D)9,99
ISBN:978-3-956-49613-4
Ersterscheinung: 12.09.2016
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Inhalt Klappentext: Jessica sieht keinen Grund, ihre lockere Beziehung zu Connor auf die nächste Stufe zu heben. Schließlich hat ein Freund mit Vorzügen noch niemandem geschadet. Davon abgesehen hat sie neben ihrem Kellnerjob und ihrem Bruder, um den sie sich kümmert, ohnehin keine Zeit für eine Ehe. Alles könnte also weitergehen wie bisher – wäre da nur nicht diese Eifersucht, als Connor beschließt, sich eine andere Braut zu suchen …

Achtung, kann Spoiler enthalten!!

Meine Meinung: Es wird nichts so heiß gelesen, wie es geschrieben wird. Das entspricht meinem Gefühl beim Lesen dieses Romans.
Kommen wir direkt mal zum Klappentext des Buches: Es ist nicht so, dass der im Klappentext beschriebene Inhalt nicht im Roman vorkommt, aber irgendwie dann doch nicht so wie der Zusammenhang es vermuten lässt. Ich jedenfalls hatte mir ein bischen etwas anderes darunter vorgestellt. Davon abgesehen handelt es sich beim vorliegenden Buch um den fünften Teil einer Reihe (Blue Heron), ein Weingut um das sich die Bücher ranken. Es kommt zwar vor, weil die Hauptperson dort einen Job annimmt, ich gehe aber davon aus, dass in den anderen Teilen der Reihe das Weingut mehr Präsenz hatte.
Damit sind wir dann auch schon bei dem Cover des Buches. Dieses zuckersüße, rosa Werk mit Beeren und Eis passt für mich gar nicht richtig zu einer Reihe die sich größtenteils um ein Weingut dreht und  die drum herum stattfindende Liebesgeschichten. Ein bisschen weniger Kitsch und etwas mehr seriöse Weingutatmosphäre hätten für mich nicht geschadet. Gerne auch in rosa. Über den Titel möchte ich da fast gar nicht mehr reden. Zusammen mit dem Klappentext geht der für mich in eine ganz eindeutig eindimensionalere Romanrichtung, als das vorliegende Werk zwischen den Zeilen bieten möchte (zudem ist der englische Originaltitel viel passender und beschreibt Connor direkt sehr gut).
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[rezension] Süße Minis häkeln

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Jessica Bewernick/Katrin Bloecks
Süße Minis häkeln

96 Seiten
55 Farbfotos, 43 Zeichnungen, 19.8 x 21.6 cm
14,99 € [D], Laminierter Pappband
ISBN 978-3-8354-1360-3
Ersterscheinung: 12.03.2015

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http://www.schoenstricken.de

Meine Meinung: Das vorliegende Buch ist von den beiden Bloggerinnen die auf dem Blog schoenstricken schreibenund laut deren eigener Aussage in dem verlinkten Post enthält das Büchlein 33 kleine Werke. Von Stirnband, Stulpen und Mütze über kleine Eicheln, Fuchsapplikation bis zu anderen kleinen Accessoires. Ich habe extra nachgezählt, es sind auch genau 33 kleine Werke mit 35 Seiten. Plus einer kleinen Häkelschule/einführung am Anfang, was für mich aber zu jedem guten Häkel-/Strickbuch ein Muss ist. Ihr wisst es zwar nicht genau, aber ich häkle und stricke ganz gerne. Besonders kleinere Projekte, denn meine größeren habe ich bisher noch nicht beendet. Diese kleinen Projekte sind aber so klein, dass sie durchaus schnell zu erledigen sind. (Andererseits ist für andere Strickerinnen/Häklerinnen ein Paar Socken am Abend kein Ding..für mich schon.^^#) Ich habe von meinen Häkelversuchen auch ein paar Fotos für euch gemacht.
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[rezension] Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

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Mario Giordano
Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Ab 16 Jahren / 366 Seiten
14,99 € [D]
ISBN: 978-3-431-03914-6
Ersterscheinung: 12.03.2015

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Zitat S. 11

Ich erinnere mich an Ausflüge mit Onkel Martino in den Sommerferien, wenn ich wegen des ersten Sonnenbrandes eine kleine Strandpause einlegen musste.
Ausflüge! Zwölfstündige Autofahrten durch Dantes Inferno, durch Luft wie geschmolzenes Glas, ohne Wasser oder Kühlung, in einem völlig verqualmten Fiat Regata.

Meine Meinung: Das Ur-bayerische Weibsbild Isolde Oberreiter, genannt Poldi zieht an ihrem 60.ten Geburtstag nach Sizilien, wo die Verwandten ihres Mannes wohnen, „um sich gepflegt zu Tode zu saufen“.
Doch wie die Poldi selbst am Besten weiß, kommt es manchmal anders als man denkt. Ihr gepflegter Lebensabend mit Meerblick will deswegen auch gerne von der Verwandtschaft verhindert werden und die gute Poldi auf andere Gedanken gebracht. Als erstes brauchte Tante Poldi dafür natürlich ein kleines Haus mit den richtigen Schwingungen, nicht in der direkten Nähe der Verwandtschaft.
Als der junge Valentino, der Poldi am Haus hilft, plötzlich verschwindet beginnt für die Poldi eine verworrene und hartnäckige Ermittlung während der sie Valentinos Leiche findet, etliche Ungereimtheiten aufdeckt und spontan ihre Leidenschaft für den ermittelnden commissario entdeckt.
Letztendlich findet Poldi auch den Mörder, aber das war bei der renitenten Ex-Kostümbildnerin und Nachfahrin eines deutschen Kommissars auch zu erwarten.
Unterstützung bekommt die Poldi nicht nur von ihrem schneidigen commissario, sondern auch von „den Tanten“ und Kommissar Zufall, die ihr gelegentlich zur Hand gehen.

Der Roman „Tante Poldi und die sizilianischen Löwen“ ist anscheinend der Auftakt einer neuen Krimireihe um das bayerische Urgestein Poldi. Ihr erster Fall. Der letzte Satz des Buches deutet ebenfalls darauf hin.
Mario Giordano, der bereits einige Romane, Jugendbücher und Drehbücher schrieb, entführt uns hier ganz hervorragend in die tiefsten Winkel von Sizilien.
Mit viel (besonders bayerischem) Charme und Humor bringt uns  Mario Giordano der Poldi näher.
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