[rezension] Solange am Himmel Sterne stehen

IMG_3246Kristin Harmel
Solange am Himmel Sterne stehen
Engl. Titel: The Sweetness of Forgetting
Verlag: blanvalet
475 Seiten, Taschenbuch/Klappenbroschur
9,99 € [D]
ISBN:978-3-442-38121-0
Ersterscheinung: Mai 2013

Bestellen: Verlagsgruppe Randomhouse
Leseprobe

Kurzbeschreibung laut blanvalet:Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …

Meine Meinung: Hope McKenna ist 36 und arbeitet täglich in der familieneigenen Bäckerei in Cape Cod, die leider kurz vor dem Bankrott steht. Ihr Mann und sie haben sich scheiden lassen und als wären das nicht schon genügend aufgewirbelte Gefühle und Gedanken die Hope gerne verdrängen würde, ist ihre Tochter Annie seitdem nicht mehr besonders gut auf sie zu sprechen. Ihre Mutter starb ein Jahr zuvor an Krebs und ihre geliebte Großmutter lebt seit einiger Zeit in einem betreutem Wohnen, da sie an Alszheimer erkrankt ist.
An einem Abend als Rose besonders klar ist und sie sich dessen auch bewusst ist, gibt sie Rose und ihrer Urenkelin Anni eine Liste mit Namen und einen Scheck. Sie will, dass Hope nach Paris fliegt und diese Namen findet, die Leute dazu findet, die Geschichte dazu findet. Hope wehrt sich erst dagegen, schon wegen der ganzen Belastungen die auf ihrer Seele liegen, fliegt dann aber doch. In Paris entdeckt sie nicht nur ihre wahre Familiengeschichte, sondern auch die Geschichte der Vergangenheit ihrer eigentlich jüdischen Großmutter und die einer unglaublichen Liebe. Und ebenso entdeckt Hope durch diese Reise in die Vergangenheit sich selbst.

Das Buch beginnt mit einem recht deprimierenden Anfang der Generationen übergreifend wirkt. Die ersten Kapitel geben einen guten ersten Einblick in das Leben der drei Frauen und ihre Gedanken und Gefühle.
Die meiste Zeit wird aus Sicht von Hope erzählt, in der Ich-Perspektive. Und Hope ist besonders am Anfang alles andere als ein sehr positiver Mensch. Beim Lesen bekommt man ein wirklich gutes Gefühl für den inneren Zwiespalt und den Druck unter dem Hope steht. All die Vorwürfe die sie sich macht und auch die Ansprüche sich selbst gegenüber sind gut ausgearbeitet.

Einige Kapitel sind aus Roses Sicht erzählt, im personalen Er-Erzähler. Diese Kapitel geben wirklich einen guten Aufschluss darüber was in der Vergangenheit passiert ist und obwohl es keine Ich-Perspektive ist hat man die ganze Zeit das Gefühl Roses Gedanken und Gefühle mitzuerleben, sie gehen einem wirklich unter die Haut. Egal ob in der Gegenwart ihre Gedanken über die Vergangenheit und die Erkrankung oder die Rückblenden in die Zeit von Paris 1942.
Die Kapitel von Rose bringen dem Leser den Aspekt der Alzheimererkrankung näher, ohne gleich total ernüchtern zu wirken. Das folgende Zitat habe ich selber schon persönlich erlebt, denn meine Oma litt auch unter Alzheimer und erzählte mir mal eine ähnliche Anekdote über ihre Gedanken zu der Erkrankung, an einem Tag als sie ganz klar war.

>>Rose versuchte angestrengt, sich zu erinnern. „Aber ja, das hatte ich“, beeilte sie sich zu sagen, denn die Schwester schien sich sicher zu sein, und sie wollte natürlich nicht, dass irgendwer erfuhr, dass sie dabei war ihr Gedächtnis zu verlieren. << S.150

Die geschichtlichen Hintergründe des Buches sind gut recherchiert und wundervoll eingeflochten in die Suche von Hope nach den wirklichen Geschichten die hinter den Namen auf der Liste ihrer Großmutter stecken. Eigentlich gibt es überhaupt nichts zu meckern bei diesem Buch. Ok, am Ende wirkt es eventuell ein wenig zu perfekt kitschig. Auf der anderen Seite passt es genau zu dem, was die Geschichte uns vermitteln möchte. In der Liebe ist nichts unmöglich.

>>Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Aber es war vom ersten Augenblick an, als hätten sie die andere Hälfte ihrer Seelen gefunden.<< S.211

Fazit: Ein Roman der einen wirklich ergriffen und mit dem Kopf voller Gedanken zur eigenen Familie und der Vergangenheit zurücklässt. Eine wundervolle Reflexion der stillen Helden der damaligen Zeit, die zudem noch vermittelt, dass alle Religionen irgendwann einmal gar nicht so verschieden waren. Das Buch ist voller Romantik und schöner Gedanken trotz der traurigen Geschichte und Ereignisse.
Zusatz: Mich persönlich hat der Roman mehr als nur angesprochen und mitgenommen. Meine Oma hatte ebenfalls Alzheimer und als eine der wenigen meiner Generation hatte ich noch Urgroßeltern die mir persönlich von der damaligen Zeit und den Zuständen erzählen konnten. Es hat mir Stunden voller Tränen und einem beklemmendem Gefühl in der Brust genauso gebracht wie *hachschön* Seufzer und schmunzelnde Momente.

Ganz herzlichen Dank für das Buch an:
und

Ich lese..

IMG_3246..eigentlich momentan „Solange am Himmel Sterne stehen“. Jedenfalls war das so mein Plan und auch was ich wirklich machen sollte. Auch war das Buch jenes, welches ich bei Asaviels Aktion angekündigt hatte.
Manchmal kommt eben alles anders, nicht wahr!?Gestern Abend habe ich versucht das Buch anzulesen und bin geschlagene zwei Seiten gekommen. Irgendwie war mir gestern abend nicht so nach Kopf anschalten. Also hab ichs Buch an die Seite gelegt, bin runter zu meinem Regal und hab mir den ersten Teil der Sookie Stackhouse Reihe geschnappt.

Die Reihe nochmal zu lesen hatte ich bereits seit einiger Zeit vor. Vor kurzem hab ich im TV nochmal die erste Episode der ersten Staffel „True Blood“ geschaut und war überzeugt, dass ich die Bücher sicher besser finde, vor Allem, weil ich das Gefühl habe da ist einfach zuviel drin was nicht stimmt um mir wirklich zu gefallen, denn die Buchreihe mochte ich. Also erstes Buch geschnappt, versucht mich halbwegs zu konzentrieren und losgelesen. Immerhin 77 Seiten weit gekommen.^^
IMG_3337Wäre ja blöd, wenn ich mich nicht richtig auf „Solange am Himmel Sterne stehen“ konzentrieren kann und es nur halbherzig lese. Besonders, weils ja auch nen Reziex ist. Dann lieber noch schnell was entspannendes für zwischendurch(wenn ich das nicht eh momentan auf dem handy erledige wenn ich unvorhergesehen unterwegs bin^^).
Ich lese allerdings die Weltbildedition des ersten Teils, nicht diese auf die Serie ausgelegte Covermatschpampe(wobei die ersten drei Cover da durch den anderen Verlag noch echt gut gelungen sind).

Na mal abwarten ob ich mir eingebildet habe, dass die Serie anders ist oder ob mein Gedächtnis mich täuscht. Jedenfalls lese ich jetzt Sookie Stackhouse#1 – Vorübergehend tot(Feder&Schwert Verlag) doch noch vor „Solange am Himmel Sterne stehen“. Welches ich übrigens überlege auch ungelesen für meine Mum zum Geburtstag zu kaufen.
Aber jetzt muss ich erstmal Essen machen solange Tochterkind in der Wanne versucht ihre Haare zu entcremen.^^

Oder hat jemand einen Vorschlag für eine Zwischendurchleserin, deren Lieblingsutorin Agatha Christie ist?!
Signature

Neuer Lesestoff

Ich weiß, andere Blogs posten einmal die Woche oder gar einmal im Monat ihre Buchpost und das sind dann gleich gefühlte tausend Bücher, aber soviel bekomme ich nunmal nicht, also gibts bei mir eben immer wenn ich ein Buch bekomme einen Post^^

Diese Woche kamen bei mir zwei Bücher an. Ein Wanderbuch von LB und ein rezibuch von BdB. Ich stell sie euch mal mit Fotos vor. Auf beide freue ich mich sehr, sobald ich „Willkommen in meinem Leben“ ausgelesen habe.

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Neal Shusterman
Vollendet
Hardcover, Preis € (D) 16,99
ISBN: 978-3-7373-6166-8
Inhalt:Jeder hat das Recht zu leben – bis zu seinem 13. Geburtstag …
Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren „umwandeln“ lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber … wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem … lebst du dann, oder bist du tot?

Klingt das nicht total cool?! Ich bin sooowas von gespannt auf das Buch.

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Kristin Harmel
Solange am Himmel Sterne stehen
Originaltitel: The Sweetness of Forgetting
Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten, € 9,99 [D]
ISBN: 978-3-442-38121-0
Inhalt:Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …

Den Inhalt habe ich gelesen und dachte mir: „Das Buch musst du lesen!“ Dank BdB kann ich das nun auch. Und ich freue mich richtig darüber. Ich glaube ich komme gerade etwas über meine Vampir und Jugendbuchphase hinweg. 😉

Kennt ihr die Bücher? Wenn ja wie fandet ihr sie? Oder wollt ihr sie auch lesen?