[rezension] William von Saargnagel und der purpurne Traum

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Alfons Theodor Seeboth
William von Saargnagel und der purpurne Traum (Teil1)
Ab 10 Jahren / 401 Seiten
16,90 € [D]
ISBN: 978-3-943406-25-2
Ersterscheinung: 2013

 hier zur Buchseite vom Verlag

Meine Meinung: Vorab möchte ich sagen (und das hat eigentlich weniger mit der Rezension an sich zu tun, aber ich finde es sollte mal gesagt werden), dass ich das Buch nicht alleine erhalten habe, sondern noch einige Beilagen mitgeliefert wurden. Das Buch hatte gute Gesellschaft mit Postern in zwei Größen, Postkarten, einem Lesezeichen, einem Luftballon(den Tochterkind direkt gebunkert hat) und das Buch kam sogar signiert. Sehr symphatisch wie ich fand. Beeinflusst aber meine Meinung natürlich nicht.

Das Buch handelt vom neunjährigen William, der als Baby aus Sicherheitsgründen von seiner Mutter ins Waisenhaus gebracht wird. Dort verbringt er neun Jahre die nicht wirklich glücklich verlaufen. Auch bei den Pflegefamilien, besonders bei der Letzten läuft es mehr als schlecht. Bis die kleine Drachendame Nildani bei ihm auftaucht und ihn mitnimmt in die magische Welt in der William plötzlich mehr ist als nur ein Elternloser Junge. Er kommt auf eine magische Schule, wird ein Graf, Druide und Werwolf und er findet nicht nur Freunde, sondern auch einen Teil seiner Familie.

Erzählt wird die Geschichte aus der Er-Erzählerperspektive von William und Nildani. Sprachlich fand ich das Ganze allerdings etwas holprig. Vielleicht lag es daran, dass es direkt in deutsch geschrieben wurde ohne übersetzt zu werden, aber für mich las es sich an etlichen Stellen einfach nicht rund. Teilweise fand ich die Sprache auch für einen Jungen von neun Jahren (und seinen Freunden) manchmal etwas zu weit entwickelt, öfters abgehoben und nicht locker genug. Man kann das zwar akzeptieren unter dem Aspekt, dass William als Druide und Werwolf schneller altert und reifer ist. Das erklärt aber nicht warum man während des Lesens total vergisst, dass die anderen Kinder um ihn herum zum Großteil auch erst neun-elf sind und genauso reden wie William.

Die Charaktere sind zwar einigermaßen gut ausgearbeitet, aber besonders William fand ich sehr anstrengend. Es gelingt dem Autor irgendwie nicht ihn zu einem einheitlich, liebenswerten oder auch schrulligem Charakter zusammenzufügen. Zum einen hatte er eine wirklich miese Kindheit, aber kaum irgendeinen Makel davongetragen. Er ist streberhaft, aber gleichzeitig total cool, nimmt die komplette magische Welt einfach so hin und kann auf einmal direkt mit Allem problemlos umgehen. Kein zögern oder Fragen die man erwarten würde. Keine Erklärungen. Einfach Alles ok so. Fand ich ehrlich gesagt etwas langweilig. Zu gönnerhaft wird er dann auch noch als er zum Grafen erklärt wird.

Wirklich positiv erwähnen sollte man die liebevolle Covergestaltung des Buches. Darauf zu sehen ist William in Werwolfform und und die kleine Drachendame Nildani auf einer nebeligen Wiese unter einem Vollmond. Wirklich ein sehr schönes Bild. Das passende Poster dazu sieht ebenso gut aus.

Die generelle Idee der Story fand ich wirklich toll und ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, aber ich wurde doch leider etwas enttäuscht. Die Charaktere waren mir zu unausgefeilt, die Story hatte leider einiges von Harry Potter. Und ich meine ganz konkret die schwarzen Haare, die magische Gasse, die schlimme Kindheit ohne Eltern, die Zaubererschule, die magische Zaubererbank oder dem Dunklen Fürsten. Musste das denn so sein? Sicherlich hätte das doch einen etwas anderen Weg nehmen können ausser diesem. Es bleibt zwar „nur“ in der ersten Hälfte des Buches so, aber es erinnert einen doch stark an HP.Was mir allerdings wirklich überhaupt nicht gefallen hat waren die Rechtschreibfehler im Text. Und das leider, obwohl das Buch 2010 zum Ersten Mal veröffentlich wurde und jetzt überarbeitet und komplett neuaufgelegt worden ist.

Fazit: Ein schöner Grundgedanke, der meiner Ansicht nach jedoch besser ausgearbeitet hätte sein können. Trotzdem ist es ein schönes Buch für Kinder oder Jugendliche die Fantasy mögen und am Besten noch kein HP gelesen haben.2-3 Sterne

Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an den Wölfchen Verlag und Bdb.

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