[rezension] Desperate Angels

IMG_3568E.M. Ross
Desperate Angels
Verlag: MEDU Verlag
304 Seiten, Taschenbuch
11,95 € [D]
ISBN 978-3-941955-57-8
Ersterscheinung: 05.05.2012
Leseprobe

Meine Meinung:
Ich hatte zu Beginn keine wirkliche Vorstellung was genau ein Mystery-Thriller denn nun sein soll, aber Thriller generell lese ich gerne. Dank der Leserunde auf Lovelybooks konnte ich diesen ersten Teil der Reihe von E.M.Ross nun lesen und mich mit anderen darüber austauschen.
Als ich das Buch beendet hatte dachte ich zuerst, dass mir doch zuviele Fragen noch nicht beantwortet wurden, doch bereits als ich den Prolog des zweiten Teils las wusste ich, dass einige Fragen beantwortet werden würden.

Virginia, USA: Der junge und aufstrebende FBI-Agent Nathaniel kommt als Profiler zur Sondereinheit ‚Angel‘ die sich um die Aufklärung dreier ermordeter weiblicher Jugendlicher, die als Engel drapiert aufgefunden werden und einer weiteren Entführten kümmert. Nathaniel soll kurz nach seiner Ankunft bereits mit seiner Kollegin Tandra undercover die diversen für diese Morde infrage kommenden Sekten infiltrieren und aushebeln. Doch soweit soll es gar nicht kommen.
Die beiden geraten auf ihrem Weg tiefer in eine der Sekten in einen Hinterhalt. Tandra wird vor den Augen Nathaniels in einem Ritual getötet und er selber verbringt danach Monate in einer winzigen, dunklen Zelle. Schließlich wird er am kompletten Rücken tätowiert und vergewaltigt. Letztendlich entkommt er dank des FBIs und des Vaters eines der entführten Mädchen schwer verletzt.
Nur knapp dem Tode entkommen wird Nate in psychotherapheutische Behandlung gesteckt, als er anfängt über diese Monate hinwegzukommen bekommt er eine andere Identität und einen neuen Job bei einer seriösen Sicherheitsfirma.
Dummerweise ist die fanatische Engels-Sekte noch nicht fertig mit ihm und es kommt wie es kommen muss: zwei Jahre später; Nate und seine Schutzbefohlene Cathy werden entführt und landen in derselben Zelle in der Nate bereits war.
Der Albtraum beginnt von vorne. Doch wie wird das Ende diesesmal sein?! Lest es selbst in „Desperate Angels“.

„Desperate Angels“ ist der erste Teil einer Reihe, von der die ersten beiden Bände bereits erschienen sind. Die Autorin schreibt laut Aussage bereits fleißig am Rest.
Ein Wort zum Klappentext: Eigentlich sollte man ihn besser nicht lesen, denn er verrät viel zuviel.
Mich hat das Buch von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Es hat einen mythischen Anteil, aber ohne total abgedreht zu sein und eine Realität zu konstruieren die einem nur noch bescheuert vorkommt. Hier werden die mythologischen Aspekte über Engel und die Sekten ganz wie nebenbei in die eigentliche Handlung um Nate eingebracht.
Und auch viele Fragen die einem anfangs begegnen und Verhaltensweisen lösen sich gegen Ende auf. Anderes bleibt allerdings unbeantwortet.
Das Buch sollte man nicht in die Hand nehmen, wenn man eine direkte Aussprache über Sex und auch recht brutale Szenenbeschreibungen der Morde nicht besonders mag, denn diese kommen hier definitiv vor.

Die Sprache von E.M.Ross ist superflüssig zu lesen, sehr bildhaft und besonders die Szenen die Nate während seiner Gefangenschaft in der winzigen Zelle beschreiben fand ich genial, sehr einfühlsam. Man bekommt einen richtigen Eindruck von der Umgebung in der Nate sich befindet und seinem Innersten.
Die Geschichte wechselt in den einzelnen Kapiteln zwischen dem personalen Erzähler(zB während der FBI-Ermittlungen) und der Ich-Erzählperspektive aus Nates Sicht (während der Gefangenschaft). Dadurch bekommt das Ganze eine gewisse Dynamik die ich sehr ansprechend finde.
Besonders zu erwähnen sind hierbei der Prolog der anfangs noch im Präsens und personalen Erzähler gehalten ist, später aber als ein Kapitel in Ich-Perspektive am Ende des Buches auftaucht. Das hat es für mich sogar noch etwas dramatischer gestaltet.

Der Charakter Nathaniel verändert sich im Laufe der Geschichte durch das Erlebte sehr stark. Ist er am Anfang noch der selbstbewusste, symphatische, junge und engagierte FBI-Agent merkt man die deutlichste Änderung spätestens an seinem Selbstmordversuch nach der Gefangenschaft.
Auch die anderen Charaktere im Buch fand ich klasse. Der kleine Pathologe Don z.B. oder auch seinen Chef Sims. Beides Charaktere mit Ecken, Kanten, Ehrgefühl und Liebe für den Job. Beide lernt man während der Geschichte so nach und nach kennen, was ich sehr gut fand.
Auch Cathys Charakter, mit der er ein zweites Mal in Gefangenschaft gerät, wurde langsam bekanntgemacht und auch ihre Änderung während Nates Zeit bei ihr als Bodyguard bekommt man sehr gut mit.

Fazit: Ein klasse Thriller mit sanft eingebrachten Mystik-Elementen, einer spannenden Geschichte, mit tollen Charakteren und einem dramatischem Ende. Ich freue mich schon den zweiten Band zu lesen und danach auf den dritten zu warten.
4/5 Sternen

Ganz herzlichen Dank für das Buch an den
Schriftzug_HG trans

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