[rezension] Anna im blutroten Kleid – Kendare Blake

Autorin: Kendare Blake
Originaltitel: Anna Dressed in Blood
Titel: Anna im blutroten Kleid
Genre: Fantasy, ab14 J.
Preis: 8,99 €
Taschenbuch, 384 Seiten
Erschienen: 12. November 2012
ISBN: 978-3-453-31419-1
Leseprobe
Herzlichen Danke an Heyne, Kendare Blake und lovelybooks für das zur Verfügungstellen des Rezensionsexemplars.

Kurzbeschreibung laut Heyne fliegt:
Cas Lowood hat eine dunkle Berufung: Er ist ein Geisterjäger. Mit seiner Mutter zieht er quer durchs Land, immer auf der Suche nach den ruhelosen Seelen, die oft schon seit Jahrzehnten die Lebenden in Angst und Schrecken versetzen – bis Cas ihrem Treiben ein Ende bereitet. In einer Kleinstadt in Ontario wartet die berüchtigte Anna im blutroten Kleid auf ihn, eine lokale Berühmtheit, deren Leben in den 50er-Jahren ein grausames Ende fand. Seitdem bringt sie jeden um, der es wagt, das verlassene viktorianische Anwesen zu betreten, das einst ihr Zuhause war. Doch bei Cas macht die schöne Tote eine Ausnahme…

Meine Meinung: Cas Lowood ist 17. Er ist mit seiner Mutter neu in Thunderbay. Und er jagt Geister. Genau wie sein Vater vor ihm, bis dieser bei einer Geisterjagd ums Leben kam.
Cas zieht mit seiner Mutter durchs Land, immer auf der Suche nach neuen Geistern die er mit dem Athame seines Vaters ins Jenseits befördern kann. Bis er eben in Thunderbay landet, denn dorthin zieht ihn die Geschichte über „Anna im blutroten Kleid“ die ein ganz besonderer Geist zu sein scheint. Als er das erste Mal in ihrem Haus auf Anna trifft indem sie bisher angeblich jeden getötet hat, lässt der Geist Cas am Leben und tötet stattdessen einen der Jungen die ihm einen Streich spielen wollten. Cas weiß nicht warum er überlebt hat, aber es fängt an ihn zu interessieren, denn Anna ist wohl wirklich kein normaler Geist, sie ist stärker und nicht so einfach zu töten und das ganze Haus kommt ihm ebenfalls seltsam vor.

Das Buch beginnt gleich am Anfang mit der Geisterjagd. Erfrischend direkt und überraschend tiefgründig kommt die Geschichte um die Ecke. Unbeschönigt, teils erschreckend brutal und voll ungestümen Tatendrang schildert die Geschichte das Leben von Cas. Zwischen Geisterjäger und normalem Jugendlichen würde als Beschreibung dafür am Besten passen. Seine Mutter ist eine Wicca mit Esoterikversand, sein Kater ein Geisterdetektor. Einer seiner neuen Freunde ist telephatisch begabt und die Ballkönigin der neuen Schule steckt mit ihm unter einer Decke, wenn auch unfreiweillig. Alles in Allem also kein wirklich normales Leben, dass Cas sich da teilweise selbst auferlegt hat seit sein Vater, der den Job vor ihm machte bei einer Jagd umgekommen ist. Seitdem hat Cas sich vorgenommen Geister zu jagen, bis er selbst genug Erfahrung hat um den Geist der seinen Vater tötete zur Strecke zu bringen.

Cas erscheint auf den ersten Blick ziemlich unnahbar. Das liegt aber vor Allem daran, das er nunmal ein 17-jähriger Junge ist und die bekanntermaßen nicht mit ihren Gefühlen hausieren gehen. Liest man aber nicht einfach nur das Buch so runter, erfährt man schon eine ganze Menge über Cas. So zum Beispiel, dass er seine Mutter sehr liebt, auch wenn sie ihn mit ihrem Wunsch nach Normalität nervt oder auch, dass er sich lieber als einen einsamen Wolf hält, was ich persönlich auf die so abrupt beendetetolle Beziehung zu seinem Vater zurückführe. Ansonsten ist der Charakter Cas‘ geprägt von Vorurteilen Geistern gegenüber, er lebt einfach nur um sie zu töten. Je mehr er Anna allerdings kennenlernt und ihr näherkommt, umso mehr beginnt er seine Sichtweise zu überdenken und sich zu verändern.
Der Charakter von Anna ist auch sehr gelungen wie ich finde. Komischerweise war sie mir fast direkt schon am Anfang symphatisch und ich dachte mehrfach:“Armer Geist..“ Genaueres müsst ihr selbst nachlesen.
Auch die restlichen Nebencharaktere wie Carmel, Thomas oder Cas Mutter sind liebevoll gestaltet und machen diese Welt komplett und lebendig.

Ein besonderes Augenmerk muss einfach auf das Cover gelegt werden. Die deutsche Variante ist der Originalen sehr ähnlich und unterscheidet sich vor Allem durch das blutdurchtränkte Kleid, liest man das Buch versteht man aber auch schnell warum das weiße Kleid mit dem tröpfeldem Blut sehr gut gewählt ist. Es vermittelt eindrucksvoll diesen wehmütigen Eindruck den ich selbst von Anna gekommen habe und passt klasse zu dieser Geistergeschichte.
Der Schreibstil des Buches ist sehr leicht zu lesen und jugendlich gehalten, die Ich-Perspektive gibt dem Leser in dem Fall noch mehr das Gefühl in der Geschichte zu stecken. Für mich hat die Geschichte aus Cas Perspektive betrachten zu können noch interessanter gemacht.

Fazit: Ein ganz tolles Buch mit einer leicht gruseligen, aber ganz tollen Geschichte die trotz der teilweise ernsten Gedankengänge humorvolle Töne beinhaltet. Es enthält alles was eine gute Geschichte für mich braucht: interessante Charaktere die vielschichtiger sind als es auf den ersten Blick scheint, ein spannendes Rätsel um Anna, eine Liebesgeschichte die nicht in den Vordergrund drängt und eine Handlung die leicht verständlich und doch etwas überraschend ist. 5/5 Punkten

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3 Antworten zu “[rezension] Anna im blutroten Kleid – Kendare Blake

  1. Klingt ja echt spannend 🙂 Auch deine Rezension ist dir gut gelungen, muss ich sagen und ich freue mich auf weitere Rezis von dir! 😀 Ob ich mir das Buch jetzt kaufen würde, ist eine andere Frage, da mich das irgendwie nicht soooo interessiert. Weiterempfehlen würde ich es sicher an Leute, wie meine Mutter, die solche Geschichten mögen 😀

    • Dankeschön^^ freut mich wenn sie dir gefällt ich streng mich auch an..also mmmh..manchmal 😉
      Eigentlich mag ich Geistergeschichten auch nicht so,aber das hier hat mich irgendwie sofort angesprochen und beim Lesen hats auch nur zwei Tage gedauert bist das inhaliert war *g*
      als nächste rezi kommen die beiden Bände zu Shadow Falls Camp..auch ne Jugendserie..die find ich nämlich auch super^^

  2. haha, ‚Armer Geist‘ – klingt blöd, aber das gleiche habe ich mir auch gedacht. Zwar nicht gleich am Anfang, als sie diesen Typen zerfetzt hat, aber etwas später, als man noch nicht wusste, ob sie nun gut oder böse ist.
    Und ja, generell hat mir das Buch auch unglaublich gut gefallen und fühlte mich besonders am Anfang sehr in ‚Supernatural‘ versetzt (übrigens: Wenn man sich die Pilot-Episode von Supernatural anschaut, wirkt dieses Buch doch sehr ähnlich… ) – aber egal, habe mich trotzdem auch sehr amüsiert und gerne gelesen!

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